Drogenschmuggel: Australierin muss 20 Jahre in Haft - DER SPIEGEL
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Drogenschmuggel Australierin muss 20 Jahre in Haft

Der Fall sorgte weltweit für Aufsehen: Weil sie rund vier Kilogramm Marihuana ins Land geschmuggelt haben soll, hat ein indonesisches Gericht eine Australierin zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die Frau hatte erklärt, das Rauschgift sei ihr untergeschoben worden. Jetzt will die Regierung in Canberra über eine Auslieferung verhandeln.
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Denpasar - Auf dem Flughafen der Urlaubsinsel Bali waren im Surfgepäck von Schapelle Corby mehr als vier Kilogramm Marihuana entdeckt worden. Die angehende Kosmetikerin hatte erklärt, das Rauschgift sei ohne ihr Wissen in ihr Gepäck gelangt. Sie kämpfte bei der heutigen Urteilsverkündung im Gericht von Denpasar auf der Insel Bali mit den Tränen. An ihre Eltern gerichtet, sagte sie beschwichtigend: "Es wird gehen."

Der Fall hat in ihrem Heimatland für großes Aufsehen gesorgt. Der australische Außenminister Alexander Downer zeigte sich nach der Urteilsverkündung erleichtert, dass die junge Frau nicht zum Tode verurteilt wurde. Er kündigte die Aufnahme formeller Verhandlungen mit der indonesischen Regierung über eine Auslieferung der verurteilten Frau an. Außerdem will er zwei Rechtsanwälte entsenden, die der Australierin bei einer Berufungsverhandlung helfen sollen.

In Australien wurde die Urteilsverkündung live im Fernsehen übertragen. Umfragen zufolge ist die Mehrheit der australischen Bevölkerung von der Unschuld der Frau überzeugt. Premierminister John Howard hatte an seine Landsleute appelliert, das Urteil zu akzeptieren. Er zeigte sich jedoch "bewegt" angesichts des Falles.