Druiden im Regen Sonnenwende in Stonehenge
Stonehenge - In strömendem Regen haben in der Nacht zum Mittwoch tausende in Stonehenge die erste Sommersonnenwende des neuen Jahrtausends gefeiert. Die etwa 6000 selbst ernannten Druiden versammelten sich in der Mitte des geheimnisumwitterten Steinkreises, als um 4:44 Uhr der längste Tag des Jahres anbrach.
Die Sonne war wegen des schlechten Wetters allerdings nicht zu sehen. Im Gegensatz zu früheren Jahren blieb die Lage in diesem Jahr ruhig. Die Polizei sprach von einer karnevalsartigen Stimmung. "Es ist ein unglaubliches Erlebnis", sagte Stephen Wilson vom Rat der Druiden.
Nach zahlreichen Krawallen war in den achtziger Jahren eine Sperrzone eingerichtet worden. 1985 verbot die Regierung die Feierlichkeiten in dem Steinkreis 120 Kilometer südwestlich von London, den Wissenschaftler für ein frühes Observatorium und eine Kultstätte halten. 1999 durften 150 Druiden und ihre Anhänger den in der alten keltischen Religion hohen Festtag in Stonehenge begehen. Mehrere hundert Menschen durchbrachen dabei aber Absperrungen und lieferten sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei. Ein Jahr zuvor hatten rund 4000 Hippies versucht, zu den Steinkreisen vorzudringen.