Dschungelcamp Das Ende des Zahnarzt-Lächelns
Hamburg - Nach dem freiwilligen Abgang von Ex-Porno-Darstellerin Dolly Buster und dem Rauswurf von Ex-Milli-Vanilli-Sänger Fabrice Morvan ist Naddel der dritte Dschungel-Star, der aus der Urwald-WG auszieht. Die Zuschauer dürfte es nicht weiter stören, denn die Verflossene von Musikproduzent Dieter Bohlen war eigentlich vor allem dadurch aufgefallen, dass sie gar nicht auffiel. Nur in Begleitung ihrer Busenfreundin Désirée Nick traute sie sich das Sprücheklopfen.
Auch bei den meisten der vorangegangenen Aufgaben hatte Nadja Abd El Farrag höchstens mit ihren Zähnen geglänzt. Bei einer gemeinsamen Schatzsuche mit Fabrice Morvan wagte die Frau sich nicht über eine aus Seilen gespannte Brücke, an ihrer Stelle musste der schwerere Fabrice das Risiko auf sich nehmen. Bei einer abendlichen, improvisierten Castingshow begann sie ihren Auftritt mit einer Entschuldigung: "Ich war lange unterwegs und kann den Text nicht mehr." Mit dem Lied, das sie dann trällerte, wäre sie in der Talent-Show ihres ehemaligen Lebenspartners Dieter vermutlich schon in der Vorrunde grandios gescheitert.
Konsequenzen könnte Naddels Rauswurf vor allem für Désirée Nick haben. War sie in den vergangenen Tagen von einem verzweifelten Carsten Spengemann noch zur Königin über Camp und Dschungel gekrönt worden, kippt die Stimmung im Lager allmählich gegen die spitzzüngige Blondine, die den Dschungelaufenthalt nun ohne Verbündete durchstehen muss. Heydi Nunez-Gomez hat sich entschlossen, gar nicht mehr mit der Entertainerin zu sprechen, Ex-Fußballer Jimmy Hartiwg dagegen nur, wenn er von ihr angesprochen wird.
Wie blank Nick bereits so manchen Nerv im Lager gescheuert hat, zeigte sich, als sie sich auf eigene Faust den Frühstücksreis salzte. Vor allem der gereizte Carsten Spengemann echauffierte sich über Nicks eigenmächtigen Umgang mit dem kostbaren Salz: "Sind wir hier in einer Diktatur, oder was? Ist sie die Frau mit dem Bärtchen? Ich weiß, mit dem Teufel steht sie auf derselben Stufe. Sollen wir nicht mal Teufelsaustreibung spielen, da haben wir was zu tun?"
Eine glänzende Urwald-Karriere könnte dagegen Isabel Varell bevorstehen. Enthusiastisch meldete die Schauspielerin sich zur Prüfung "Auf die Knie". Dazu musste sie innerhalb von fünf Minuten durch einen Jauchetümpel robben, über dem ein Gitter lag. An den Gitterstäben befestigt waren acht der begehrten Sterne befestigt, die die Mannschaft gegen Nahrung eintauschen darf. Doch ganz so leicht stellte sich die Übung nicht dar: Denn auf dem Gitter tummelten sich mehrere Schlangen. Trotzdem ließ sich die Kölnerin Varell nicht abschrecken, stürzte sich beherzt in die stinkende Brühe und erbeutete sieben der Sterne und damit ein kleines Festmahl für das Lager.