Düsseldorf: Ende einer Verzweiflungstat - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Düsseldorf Ende einer Verzweiflungstat

Die Polizei hat einen Mann überwältigt, der zuvor mit der Sprengung seines Wohnhauses gedroht hatte. In seiner Wohnung wurde die Leiche einer Frau gefunden. Möglicherweise handelt es sich um seine vermisste Lebensgefährtin.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Düsseldorf - Der 45-jährige Mann hatte sich in der Wohnung verschanzt und damit gedroht, sein Wohnhaus in die Luft zu sprengen. Die Polizei habe daraufhin das sechsstöckige Wohnhaus und ein anliegendes Gebäude geräumt. Auch die Feuerwehr war an dem Einsatz beteiligt, sagte der Sprecher der Düsseldorfer Polizei, Dirk Friedrich.

Die Beamten hatten zudem die umliegenden Straßen abgesperrt. Ob der 45-Jährige tatsächlich über Sprengstoff verfügt, war erst unklar. Mehrere Stunden hatte die Einsatzleitung mit dem Mann keinen Kontakt aufnehmen können.

Als Motiv für die Drohung vermutet die Polizei eine Beziehungskrise. Die Lebensgefährtin des Mannes war seit Tagen weder am Arbeitsplatz noch im Freundeskreis gesehen worden. Besorgte Bekannte hatten daraufhin die Polizei eingeschaltet.

Bei der Stürmung der Wohnung fand die Polizei jetzt eine Frauenleiche - möglicherweise die vermisste Freundin des Mannes. Der Mann hatte sich zwar selbst Schnittverletzungen am Arm zugefügt, konnte aber noch am Tatort von einem Arzt versorgt werden. Die Feuerwehr barg ihn mit einer Drehleiter.

van/ddp/AFP/AP