Düsseldorf Sprengstoff-Anschlag mit Handgranate verübt
Ein Teil des Sprengkörpers sei mehrere hundert Meter weit geflogen, hieß es. Vermutlich habe der Täter für das Attentat am vergangenen Donnerstag, bei dem an einer S-Bahnstation zehn Menschen aus der früheren Sowjetunion verletzt wurden, einen anderen Zünder benutzt. Inzwischen hätten sich sechs Personen des Anschlags selbst bezichtigt. Der wahre Bombenleger sei den Ermittlungen zufolge aber nicht darunter. Die Polizei verfolge 130 Spuren und habe mehr als 100 Menschen vernommen.
Fünf Tage nach dem Anschlag tappten die Ermittler immer noch im Dunkeln. Die bisherigen Untersuchungen hatten ergeben, dass die Granate vermutlich in einer Plastiktüte am Geländer einer Fußgängerbrücke deponiert war.
Bei dem Bombenattentat waren am Donnerstag die 24 bis 50 Jahre
alten Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Eine 26-jährige
schwangere Frau hatte durch den Anschlag ihr ungeborenes Kind
verloren. Ihr 28 Jahre alter Mann schwebte auch am Dienstag noch in
Lebensgefahr. Die meisten der Opfer sind jüdischen Glaubens. Sieben
Opfer lagen am Dienstag noch in Kliniken.