Duisburg: Offenes Ventil verursachte Explosion - DER SPIEGEL
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Duisburg Offenes Ventil verursachte Explosion

Bei der Suche nach der Ursache der schweren Kraftwerks-Explosion in Duisburg ist die Polizei offenbar fündig geworden. Ein nicht geschlossenes Ventil soll Schuld an dem Unglück sein.
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Duisburg - Das Ventil sei während Arbeiten an einem beschädigten Kraftwerksblock geöffnet worden, um den Block auszublasen, sagte ein Polizeisprecher. Durch das Ventil sei dann Pressluft in die Gasleitungen eingeströmt. Der Behördensprecher sagte nach einer ersten Beratung mit Experten, das Gasgemisch habe sich entzündet und sei explodiert.

Ob Arbeiter vergaßen, das Ventil zu schließen, oder ob es sich um einen technischen Defekt an einem Schieber handelt, sollen weitere Vernehmungen klären, sagte der Polizeisprecher. Die Vernehmungen der Arbeiter von Block 2 des Kraftwerks "Hermann Wenzel" würden fortgesetzt.

Drei Explosionen

In dem 40 Jahre alten Kraftwerk, das von der ThyssenKrupp Stahl AG im Duisburger Stadtteil Ruhrort betrieben wird, hatten sich am Montagabend drei Explosionen ereignet. Die Druckwelle zerstörte Fenster sowie dünnere Wände des Gebäudes und beschädigte Fahrzeuge und Häuser in der Umgebung. Menschen wurden nicht verletzt. Mehrere durch Restgase ausgelöste kleineren Brände auf dem 50 Meter hohen Kesselhausdach hatte die Feuerwehr mit etwa 90 Einsatzkräften nach zwei Stunden gelöscht.

Hotline für Betroffene

Im betroffenen Stadtteil Ruhrort begannen am Dienstag die Aufräumarbeiten. Die Glaser hatten in den umliegenden Straßen Hochbetrieb. Teile des Kraftwerks mussten wegen Einsturzgefahr gesperrt werden. Für die geschädigten Anwohner der Kraftwerksexplosion das Unternehmen ThyssenKrupp Stahl eine Hotline eingerichtet. Die betroffenen Bürger würden gebeten, unter der Telefonnummer (0203) 52- 41247 ihre Schäden sowie Namen und Adressen bekannt zu geben, teilte die Firma mit. "Das Unternehmen strebt eine unbürokratische Regelung an", hieß es.