Durchgehalten: "Eismann" wieder "aufgetaut" - DER SPIEGEL
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Durchgehalten "Eismann" wieder "aufgetaut"

Nach 62 Stunden im Eis ist der New Yorker Überlebenskünstler David Blaine wieder "aufgetaut" worden. Doch der 27-Jährige wirkt verwirrt und hat offenbar große Schmerzen.
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New York - Helfer sägten am späten Mittwochabend eine Öffnung in seinen sechs Tonnen schweren Eisblock und halfen ihm ins Freie. Doch der Magier, der wie geplant drei Tage und knapp drei Nächte in seinem frostigen Gefängnis verharrt hatte, konnte sich nicht mehr allein auf den Beinen halten.

Als ihm ein Mikrofon gereicht wurde, stammelte Blaine nur einige unverständliche Worte über seinen angeschlagenen Geisteszustand. Sanitäter hüllten den klitschnassen und eiskalten Mann in eine dicke Decke und legten ihn auf eine Trage. Als sie seine Schuhe entfernten, schrie er auf und verzog schmerzerfüllt das Gesicht. Dann fuhr ihn ein Krankenwagen in die nächste Klinik. Der ihn betreuende Arzt, Ronald Ruden, äußerte die Befürchtung, dass Blaine wahrscheinlich unter Schock stand.

Der Überlebenskünstler hatte im Eis keine Nahrung zu sich genommen und nur einmal kurz geschlafen. Über einen Schlauch wurde ihm Luft und Wasser zum Trinken zugeführt. Nach Schätzung der Organisatoren schauten sich wenigstens 40.000 Touristen und Schaulustige den "Eismenschen" am belebten New Yorker Times Square an. Blaine wird für die spektakuläre Aktion vom amerikanischen Fernsehsender ABC mit umgerechnet 2,3 Millionen Mark belohnt.

Der New Yorker "Illusionskünstler" hatte bereits im vergangenen Jahr mit einer unterirdischen Aktion auf sich aufmerksam gemacht. Er ließ sich in einem gläsernen Sarg eingraben und wurde erst nach einer Woche wieder aus der Tiefe hoch geholt. Im kommenden Jahr will er von der gewaltigen Brooklyn-Brücke in den East River springen.