Dutzende Tote bei Zugunglück im Kongo - DER SPIEGEL
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Kongo Dutzende Tote bei schwerem Zugunglück

In der Demokratischen Republik Kongo ist es zu einem schweren Zugunglück gekommen. Nach Schätzungen der Behörden kamen dabei mindestens 40 Menschen ums Leben, viele weitere wurden verletzt.
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Kinshasa - Bei einem schweren Zugunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind vermutlich mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Der Zug sei bereits am Dienstag in der Nähe der Ortschaft Kamina in der südöstlichen Provinz Katanga entgleist, teilte Regierungssprecher Lambert Mende am Mittwoch mit.

Laut dem örtlichen Polizeichef Jean Ngoy Mozadi sind 55 weitere Passagiere verletzt worden. Wie er dem Sender Radio Okapi sagte, sind offenbar noch mehrere Menschen in den Trümmern eingeschlossen. Es ist derzeit nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte.

Nach Angaben des französischen Senders RFI handelte es sich um einen Güterzug, der eigentlich keine Passagiere mitnehmen durfte. Da die Mitarbeiter der nationalen Bahngesellschaft aber seit Monaten kein Gehalt mehr bekommen hätten, verdienten sie sich mit der illegalen Mitnahme von Fahrgästen etwas Geld dazu.

Der Sender gab menschliches Versagen oder einen technischen Defekt als Unglücksursache an. Mehrere Zeugen erklärten jedoch in kongolesischen Medien, der Zug sei mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Kurz vor der Entgleisung habe der Motor völlig überdreht.

Zugunglücke kommen im Kongo relativ häufig vor. Bereits im Februar war im Bezirk Katanga ein Zug entgleist. Dabei starben zehn Menschen. Das Bahnnetz stammt noch aus den Zeiten der belgischen Kolonialherrschaft. Seit der Unabhängigkeit des zentralafrikanischen Staates wurde es nur selten gewartet. Mit Hilfe der Weltbank ist die Staatsbahn gerade dabei, die veralteten Züge und Schienen zu erneuern.

bka/dpa/AFP