Erdbeben in Ecuador Zahl der Todesopfer steigt auf 233
Erdbeben in Ecuador: Zahl der Todesopfer steigt auf 233
Foto: USGS/ DPADie Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben in Ecuador ist auf mindestens 233 gestiegen. Das teilte Präsident Rafael Correa über den Kurznachrichtendienst Twitter mit .
Die Behörden riefen nach dem heftigen Erdstoß vor der Westküste des südamerikanischen Landes den Ausnahmezustand aus. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigt, in vielen Orten dauerten die Rettungsarbeiten an.
Die US-Erdbebenwarte USGS und die ecuadorianischen Behörden gaben die Stärke mit 7,8 an. Demnach ereignete sich das Beben am Samstagabend unweit der Küste in einer Tiefe von 20 Kilometern, das Pazifik-Zentrum für Tsunamiwarnungen gab eine Warnung für Ecuador aus. Es sei das stärkste Beben in dem Andenstaat seit 1979 gewesen.
Betroffen war vor allem die Stadt Portoviejo in der westlichen Provinz Manabí. Auch aus Guayaquil wurden Tote gemeldet. In der größten Stadt des Landes stürzte nach Medienberichten unter anderem ein dreistöckiges Gebäude zusammen. Viele andere Städte meldeten Schäden. Einem Bericht der Zeitung "El Telégrafo" zufolge fiel in vielen Stadtteilen der Hauptstadt Quito der Strom aus.
Viele Tote, große Zerstörungen: Starkes Erdbeben erschüttert Ecuador
Das Geologische Institut Ecuadors berichtete über mehrere Nachbeben entlang der Küstenregion. Die Regierung schickte landesweit Soldaten auf die Straßen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, wie Vizepräsident Glas erklärte. Der Ausnahmezustand galt zunächst in sechs Provinzen des Landes.
Staatschef Rafael Correa machte seinen Landsleuten im Kurznachrichtendienst Twitter Mut. Correa befand sich zum Zeitpunkt des Bebens zu Besuch in Europa. Der Präsident rief die Bevölkerung auf, sich wegen der Tsunamigefahr von den Küstenregionen zu entfernen. Das Pazifik-Zentrum für Tsunamiwarnung hatte zunächst eine Warnung für Dutzende Länder der Pazifikregion ausgegeben, diese wurde später für alle betroffenen Länder bis auf Ecuador aufgehoben.
Das südamerikanische Land liegt geografisch am sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Gürtel aus etwa 450 aktiven Vulkanen. Er ist etwa 40.000 Kilometer lang und wie ein Hufeisen geformt. Dort treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen, die Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis zur Folge haben. Das Halbrund aus "Feuerbergen" reicht von den Küsten Süd- und Nordamerikas bis zu einer Reihe von Inselketten im asiatisch-pazifischen Raum.