Ehekrisen 2000 Beckers in bester Gesellschaft
München - Viele Glamourpaare gehen seit diesem Jahr getrennte Wege. Das Schauspieler-"Kuschelpaar" Dennis Quaid und Meg Ryan trennte sich in diesem Jahr endgültig - sie schmuste zuletzt lieber mit "Gladiator"-Star Russell Crowe. Auch der bislang eher als zurückhaltend geltende Harrison Ford wurde zuletzt immer häufiger in Begleitung junger Kolleginnen wie Lara Flynn Boyle gesehen - prompt folgte im November die Trennung von seiner Frau Melissa Mathison.
In Deutschland waren sie sieben Jahre lang das Vorzeigeehepaar. Boris Becker, 33, und seine gleichaltrige Ehefrau Barbara, geborene Feltus, standen stets an der Spitze der Promi-Listen. Das Paar, das seit 1993 verheiratet ist und zwei Kinder im Alter von sechs und einem Jahren hat, gab am Dienstag in München überraschend seine Trennung bekannt.
Barbara Feltus galt als die starke Frau an Beckers Seite, die dem Tennis-As "in schwierigen Phasen immer mit Rat und Tat zu Seite gestanden hat", so Becker. Jetzt will seine Frau, früher Model und Sängerin, sich "wieder mehr um meine eigene Karriere kümmern". "Noah Gabriel geht jetzt zur Schule, und Elias Balthasar ist aus dem Gröbsten", hatte Frau Becker in der "Bild am Sonntag" verlauten lassen. Und was sagt der dreimalige Wimbledonsieger dazu? "Seit geraumer Zeit sind unsere Auffassungen über die Prioritäten unserer Beziehung zu unterschiedlich. Deshalb die Trennung. Von Scheidung ist aber keine Rede", kommentierte Becker.
Über den deutschen Tennis-Paaren steht offenbar ein schlechter Stern. Erst vor wenigen Wochen war die Ehe von Michael Stich und seiner Jessica in die Brüche gegangen. Ebenso wie die Beckers vollzogen die Stichs ihre Trennung nach sieben Jahren. Nur Steffi Graf bleibt ihrem André Agassi trotz zahlreicher Trennungsgerüchte erhalten.
Gibt es das "verflixte siebte Jahr"?
Sieben Jahre Stichs, sieben Jahre Beckers und auch Anke Engelke und Andreas Grimm trennten sich nach sieben Jahren Ehe. Gibt es das "verflixt siebte Jahr" also doch? Es scheint mehr Zufall als Regel, denn das britische Traumpaar Liz Hurley und Hugh Grant gab erst nach einer 13 Jahre dauernden Beziehung auf ("Unsere Temperamente sind so verschieden", so Hurley), und auch bei Hollywoods Dreamteam Demi Moore und Bruce Willis krachte es erst im zwölften Jahr. "Superweib" Veronica Ferres und Deutschlands Star-Regisseur Helmut Dietl ließen sich zum Auseinanderleben fast zehn Jahre Zeit und das Schauspielerpaar Suzanne von Borsody und Heino Ferch vollzog nach neun Jahren einen sauberen Schnitt.
Andere Prominente kennen das "verflixte Siebte" nur vom Hörensagen. Einige entpuppen sich sogar als wahre Trennungsjunkies. Wie Jenny Elvers. Das Showsternchen ließ erst Heiner Lauterbach für den HipHopper Thomas D. sitzen. Sie kehrte anschließend zu dem alternden Frauenschwarm zurück und servierte den 47-jährigen Schauspieler dann endgültig ab - für Ersatzmann Container-Alex aus "Big-Brother". Der wurde noch potentieller Vater des Elvers-Babys, bevor es wieder hieß: alles aus.
Oft genug bekommen sich die Reichen und Schönen nicht über die Jahre, sondern wegen des schnöden Mammons in die Haare. Yvonne Wussow trennte sich zunächst "in aller Freundschaft" von ihrem Mann Klausjürgen, um anschließend um so heftiger in den Gazetten über Finanzen zu streiten. Claudia Schiffer hat schon nach kurzer Zeit erkannt, dass leere Taschen auf Dauer nicht glücklich machen. Sie ließ Freund Tim Jeffries wegen des angeblichen "Ungleichgewichtes zwischen ihren Einkommen" sitzen. Geschicktere machen mit ihrer Trennung sogar noch Gewinn. Hera Lind verließ ihren langjährigen Lebensgefährten Ulrich Heidenreich mitsamt den vier gemeinsamen Kindern, gewann viel Beachtung, jede Menge Stoff für neue Bücher und außerdem den österreichischen Hotelier Engelbert Lainer - die "Liebe ihres Lebens".