Eichhörnchen-Babys an den Schwänzen verknotet – doch es gibt ein Happy End - DER SPIEGEL
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Zu viel gekuschelt: Eichhörnchen-Babys waren an den Schwänzen verknotet – doch es gibt ein Happy End

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieser Beitrag wurde am 17.09.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Helfer in Wisconsin in den USA haben fünf Eichhörnchen gerettet, deren Schwänze sich verknotet hatten. Jetzt werden sie auf Facebook dafür gefeiert.

Was ist passiert?

Laut des "Wildlife Rehabilitation Center" in Wisconsin lagen die fünf Nagetiere seit ihrer Geburt im Nest, das ihre Mutter gebaut hatte. Über mehrere Wochen müssen die Eichhörnchen sich so verschlungen haben, dass sich ihre Schwänze zu einem großen Knäuel verknotet haben. 

Durch Zufall sah ein Finder, wie die Fünf versuchten, aus ihrem Nest zu kommen, aber so miteinander verheddert waren, dass dies hätte gefährlich werden können. Denn: In diesem Zustand hätten die Eichhörnchen es schwer gehabt, Futter zu finden. Sie hätten verhungern können. Deshalb rief der Finder das Wildlife Rehab Center an, eine Station, in der Wildtiere wieder aufgepäppelt werden. Die Angestellten nahmen das Nest mit in ihre Zentrale, um die fünf Geschwister zu entwirren.

"Ihr könnt euch vorstellen, wie verängstigt, wackelig und temperamentvoll diese Kugel Eichhörnchen war. Deshalb mussten wir sie alle gleichzeitig betäuben", schrieb das Rehab Center auf seiner Facebook-Seite . Nach und nach hätten die Helfer dann die Schwänze freigeschnitten. "Man konnte nicht erkennen, welcher Schwanz zu welchem Tier gehört."

Etwa 20 Minuten dauerte die "Operation", dann waren die Eichhörnchen befreit und konnten sich von den Narkose erholen. 

 Wie geht es den Eichhörnchen heute?

Die Tiere hätten an Gewebeschäden, aufgrund von Durchblutungsstörungen gelitten, heißt es vom Wildlife Center. Nach ihrer Betäubung erholten sie sich aber schnell und einen Tag später hätten alle schon wieder "leuchtende Augen" gehabt. 

Trotzdem müssten die fünf noch einige Tage zur Beobachtung im Tierheim bleiben, bis sie wieder freigelassen werden, um zu kontrollieren, ob die Tiere die Narkose gut verkraftet haben. 

Wie reagieren die Menschen auf die Rettungsaktion?

Die Menschen auf Facebook feiern jedenfalls den tollen Einsatz der Helferinnen und Helfer, schreiben wie froh sie über das Happy End sind und verlinken entzückt ihre Freunde. Durch die große Aufmerksamkeit kamen nun sogar einige Spenden für das Wildtierzentrum zusammen. So ist am Ende also nicht nur den kleinen Eichhörnchen geholfen.