Die Trümmer der eingestürzten Wohnblöcke liegen noch Wochen nach den schweren Erdbeben vom 6. Februar in den Städten im Südosten der Türkei und in Nordsyrien. Die Stöße, die Millionen Menschen in der Nacht überraschten, waren von solcher Stärke, dass sie mancherorts breite Schluchten gerissen haben. Mehr als 55.000 Tote werden später vermutet, darunter zahlreiche Kinder. In der schwer getroffenen türkischen Stadt Antakya nahe der syrischen Grenze erinnert der Fotograf Ogun Sever Okur auf besondere Weise an die Kleinsten. Mit Helfern befestigt er rote Luftballons an Metallteilen und Kabeln, die noch aus den Betonstücken hervorragen – als letztes Geschenk. »Jedes Mal, wenn wir einen Ballon zusammenknoten, schmerzt mein Herz«, sagt Okur.
fek