Eine Chronik: Die schwersten Lawinenunglücke - DER SPIEGEL
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Eine Chronik Die schwersten Lawinenunglücke

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Januar 1954:

In den Tälern des österreichischen Bundeslands Vorarlberg werden durch Lawinenabgänge 125 Menschen getötet. 143 Menschen werden verletzt geborgen.

Februar 1970: Im französischen Val d'Isere kommen durch einen Lawinenabgang 39 Menschen ums Leben, 37 weitere werden zum Teil schwer verletzt. In Goms im schweizerischen Wallis reißt eine einzelne Lawine 30 Personen in den Tod, darunter sechs Kinder.

April 1970: Auf dem Plateau d'Assy in den Savoyen sterben 74 Menschen - darunter 56 Kinder - unter den Schneemassen einer Lawine.

Januar 1982: Eine Gruppe von Berchtesgadener Schülern wird beim Skifahren an einem Hang im Tennengebirge im Salzburger Land von einer Lawine verschüttet. Zehn Schüler und drei Begleiter, darunter der Bergführer, können nur noch tot geborgen werden, vier Schüler überleben.

Februar 1982: Tauwetter löst in den französischen Alpen mehrere Lawinen aus, die elf Skiläufer in den Tod reißen, sechs weitere erleiden schwere Verletzungen.

März 1982: 16 Personen werden bei Lawinenabgängen in den französischen Alpen getötet.

März 1988: Nach mehreren schweren Lawinenabgängen in Österreich in Sankt Anton am Arlberg können neun Verschüttete nur noch tot geborgen werden.

Februar 1991: Auf der italienischen Seite des Montblanc begräbt eine Eislawine eine Gruppe von sieben Skifahrern unter sich.

Januar 1998: In den französischen Alpen sterben neun Schüler und zwei ihrer Begleiter, als sie bei einer Wanderung von einer Lawine erfasst werden.

Februar 1999: Bei einem Lawinenunglück nahe dem französischen Wintersportzentrum Chamonix kommen zwölf Menschen ums Leben. Eine Lawine geht im Wintersportort Wengen im Berner Oberland auf ein Restaurant nieder. Zwei Großlawinen reißen im Val d'Herens oberhalb von Evolene und Les Hauderes mehrere Ferienhäuser nieder, dabei sterben zehn Menschen. Bei einem Lawinenabgang in österreichischen Skiort Galtür im Paznauntal in Tirol kommen 38 Menschen ums Leben. Mehr als 20 Verschüttete werden mit teils schweren Verletzungen geborgen.

Dezember 1999: Nach schweren Stürmen mit heftigen Schneefällen gehen in den Alpen erneut mehrere Lawinen ab. Im österreichischen Jamtal bei Galtür werden acht Mitglieder des Deutschen Alpenvereins getötet. In der Steiermark erstickt ein 22-jähriger Snowboarder in einer Lawine, die er mit seinen Kameraden losgetreten hatte. Auch in Sölden in Tirol werden zwei Tourengeher von einer Lawine abseits gesicherter Pisten getötet.

Februar 2000: Lawinenabgänge in den Schweizer und Südtiroler Alpen kosten mehrere Skitouristen das Leben. In der Nähe von Davos sterben ein Deutscher und zwei Schweizer, bei Bozen kommen mindestens drei Mitglieder einer Urlaubsgruppe aus Deutschland und Italien ums Leben.

28. März 2000: Am Kitzsteinhorn im österreichischen Pinzgau kostet ein Lawinenabgang mindestens sieben Menschen das Leben. Bei der Gruppe - vermutlich Skitourengeher oder Variantenfahrer - dürfte es sich nach Angaben des Österreichischen Automobilclubs um Deutsche handeln.