Eingefroren Der Magier hält durch - aber das Eis nicht
New York - Erst am späten Abend (Ortszeit) wollte Blaine sich nach 58 Stunden von Helfern aus seinem frostigen Gefängnis befreien lassen. "Er hat starke Schmerzen, vorwiegend im Rücken und den Beinen", sagte der betreuende Art, Ronald Ruden, am Mittwoch. "Wenn seine zehn Zehen und Finger die Aktion heil überstehen, bin ich heilfroh". Laut Ruden hatte sich Blaine in der Nacht etwas Schlaf verschafft, indem er sich mit seiner Mütze an die Wandung im Innern seiner Eishöhle gelehnt hatte.
Nach Schätzung der Organisatoren hatten bis Mittwoch wenigstens 30.000 Touristen und Schaulustige den "Eismenschen" am New Yorker Times Square bestaunt. Blaine, der für die spektakuläre Aktion vom amerikanischen Fernsehsender ABC mit umgerechnet 2,3 Millionen Mark belohnt wird, winkte den Zuschauern zu, nickte mit dem Kopf und lächelte.
Sorgen bereiteten den Organisatoren die unerwartet warmen Temperaturen. Um den Eisblock am Schmelzen und möglicherweise sogar am Einstürzen zu hindern, packten Helfer am Mittwoch Trockeneis auf den Block und versuchten diesen außerdem mit einer Chemikalie in Form zu halten.
Der New Yorker "Illusionskünstler" hatte bereits im vergangenen Jahr mit einer unterirdischen Aktion auf sich aufmerksam gemacht. Er ließ sich in einem gläsernen Sarg eingraben und tauchte erst nach einer Woche wieder aus der Tiefe auf. Im kommenden Jahr will er von der gewaltigen Brooklyn-Brücke in den East River springen.