Eingestürzte Eishalle: Spezialfirma soll Bergung absichern - DER SPIEGEL
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Eingestürzte Eishalle Spezialfirma soll Bergung absichern

Weil am Unglücksort höchste Einsturzgefahr besteht, warten die Bergungskräfte in Bad Reichenhall auf eine Spezialfirma aus Rosenheim. Solange die Trümmer der Eissporthalle nicht abgesichert seien, bestehe Lebensgefahr für die Helfer.
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Bad Reichenhall - Der Landrat des Berchtesgardener Landes, Georg Grabner, sagte am Nachmittag, dass die Arbeiten dann am frühen Abend weitergehen sollten. Die beauftragte Firma soll die eingestürzten Dachträger der Halle von dem Trümmerfeld entfernen oder zumindest stabilisieren. Wegen der akuten Gefahr für die Helfer seien die Arbeiten so lange ausgesetzt.

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Eingestürzte Eishalle: Fieberhafte Suche unter den Trümmern

Foto: Getty Images

Die Fahrzeuge der Firma würden mit Polizeieskorte über die Autobahn an den Unglücksort gebracht. Die Unterbrechung der Bergung sei die "einzig mögliche verantwortbare Lösung unter den gegebenen Umständen", sagte Grabner. Bislang wurden elf Menschen tot geborgen, die Identität von zehn Opfern ist nach Behördenangaben mittlerweile eindeutig geklärt. 34 Menschen sind bei dem Unglück verletzt worden, 13 davon befinden sich noch im Krankenhaus.

Inzwischen seien auch die vier Personen identifiziert, die noch unter den Trümmern vermutet werden. Laut Polizeidirektor Hubertus Andrä handelt es sich um eine Frau und drei Kinder im Alter von zwölf bis 16 Jahren. Nach Aussage von Kreisbrandrat Rudi Zeil besteht immer noch die Chance, dass die Vermissten Schutz in Hohlräumen gefunden haben und noch am Leben haben. "Wir werden so lange suchen, bis wir alle Vermissten geborgen haben", sagte Zeil auf einer Pressekonferenz. Sobald die Arbeiten wieder aufgenommen würden, seien weit über hundert Helfer und rund zehn Spürhunde im Einsatz.

Behörden vor Schneebruch gewarnt

Der deutsche Wetterdienst teilte mit, dass er wenige Stunden vor dem Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall vor schweren Schneefällen und dem Risiko eines Schneebruchs in der betroffenen Region gewarnt habe. Die Warnung sei den Behörden gestern um 13.20 Uhr übermittelt worden, auch der Stadtverwaltung von Bad Reichenhall und dem dortigen Landratsamt, sagte der Leiter der Münchner Niederlassung des deutschen Wetterdienstes, Volker Wünsche. Mit Schneebruch bezeichnen die Experten die Gefahr, dass durch die Last des Schnees etwa Bäume, Strommasten oder Gebäudeteile zerstört werden.

In der nun betroffenen Region habe es am Nachmittag sehr stark zu schneien begonnen. Vor allem sei der Schnee bei einer Temperatur um null Grad besonders nass und schwer gewesen. Schnee dieser Art wiege wegen seines hohen Wassergehalts doppelt soviel wie leichter Pulverschnee. Kreisbrandrat Zeil sagte dagegen, Warnungen vor Schneebruch seien nichts besonderes, es gebe sie in Bad Reichenhall mehrmals im Jahr.