Einsatzleiter: "Das Geschehen von Eschede war wieder lebendig" - DER SPIEGEL
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Einsatzleiter "Das Geschehen von Eschede war wieder lebendig"

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Brühl/Eschede - Die Bilder des Zugunglücks von Brühl mit acht Toten haben bei den Helfern bei der ICE-Katastrophe in Eschede schmerzhafte Erinnerungen wachgerüttelt. "Das Geschehen von Eschede war wieder lebendig", sagte Rolf Bartsch vom Technischen Hilfswerk (THW) am Montag. "Ich habe einige Geräusche wieder gehört." Bartsch war in Eschede THW-Einsatzkoordinator. "Das Meißeln des Baggers, der Teile der eingestürzten Brücke zerkleinert hat, war sofort wieder im Kopf."

Auch dem technischen Einsatzleiter in Eschede, Gerd Bakeberg, erging es am Sonntag bei den ersten Nachrichten aus Brühl so: "Ich hatte wieder eine Gänsehaut. Es gibt so viele Parallelen." Vom Mittag an habe er jede Nachrichtensendung verfolgt, um an Informationen zu dem Brühler Unglück zu kommen. "Als dann die Hinweise auf die Hotline für Angehörige kam, ging es mir durch und durch."

"Ich konnte nachfühlen, wie die Kollegen dort stehen vor den gewaltigen Massen und machtlos sind ohne schweres Gerät. Man will helfen, kann es aber nicht, weil man nicht herankommt", sagte Bakeberg. Die Bilder in seinem Kopf seien eine Art "Momentaufnahme von Eschede". Die Erinnerungen würden aber schnell wieder abebben.

THW-Helfer Bartsch geht davon aus, dass viele Bilder sich auch bei den Helfern von Brühl "nachhaltig einprägen". "In Eschede waren für die Helfer vielfach traumatische Erlebnisse da. Ich kann mir vorstellen, dass es jetzt genauso sein wird. Wenn ich daran denke, dass zum Retten Leuten an der Unglücksstelle Gliedmaßen amputiert werden mussten, dann sind das Bilder, die den Helfer lange Zeit zu schaffen machen werden."