Ekelhafter Fund: Uni-Klinik ließ Leichen verschimmeln - DER SPIEGEL
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Ekelhafter Fund Uni-Klinik ließ Leichen verschimmeln

Hamburger Medizinstudenten machten eine ekelhafte Entdeckung: Die Leichen, an denen die Studenten arbeiten sollten, waren nach der Winterpause völlig verschimmelt. Die Universitätsklinik kündigte eine Untersuchung an.
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Hamburg - Die Medizinstudenten am Universitäts-Krankenhaus Eppendorf (UKE) seien Anfang Januar "mit den völlig verschimmelten Leichen konfrontiert" worden, heißt es in einem anonymen Brief, aus dem am Dienstag zwei Hamburger Zeitungen zitierten. Der UKE-Dekan für Forschung und Lehre, Christoph Wagener, räumte den Vorfall auf Anfrage ein. Die Studenten hätten allerdings nach der Weihnachtspause nicht mehr an den Leichen arbeiten müssen.

In der UKE-Erklärung heißt es, in dem Präparierkurs sei Mitte Dezember "erstmals ein punktueller, leichter Pilzbefall an Leichen festgestellt" worden, "der das Studium bis zum Beginn der Weihnachtsferien nicht beeinträchtigte". Erst nach der Weihnachtspause sei daraus "ein stärkerer Pilzbefall" geworden. Die Studenten hätten daraufhin an anderen Leichenteilen weiter gearbeitet. Ein Gutachter soll nun innerhalb kurzer Zeit klären, wie es zu dem Vorfall kommen konnte, und warum die Präparation der Leichen nicht funktionierte.

"Dann werden wir über Konsequenzen nachdenken", sagte Wagener. Es komme vor, dass Leichen mit Schimmel befallen werden, allerdings sei dies am UKE noch nie passiert.