Eklige Werbung: Hund im Mund - DER SPIEGEL
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Eklige Werbung Hund im Mund

Glückliche Menschen sind nach dem Genuss eines Kaugummis noch glücklicher, weil ihr Atem dann sagenhaft frisch ist. So, oder so ähnlich, funktionieren normalerweise Werbespots für die klebrige Gummimasse. Die Firma Wrigley's wagte nun eine provokantere Kampagne - doch die erwies sich als Schuss in den Ofen.
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London - Werbung darf viel - aber eben nicht alles. Diese Erfahrung musste der Kaugummihersteller Wrigley's jetzt in Großbritannien machen: Nach einem neuen Werbespot, mit dem die Firma ein Kaugummi gegen Mundgeruch bewarb, hagelte es massenhaft Proteste.

In dem computeranimierten TV-Spot windet sich ein Mann auf dem Sofa seines Wohnzimmers. Schließlich würgt er einen nassen, kleinen, grauen Hund aus seinem Hals. Diese Filmsequenz war für die sensiblen Fernsehzuschauer offensichtlich zu viel: Fast 700 Fernsehzuschauer beklagten sich über den Beitrag, berichtete eine Sprecherin der für Zuschauerbeschwerden zuständigen Independent Television Commission. "Manche Leute sagten, sie fühlten sich danach krank", beschrieb die Sprecherin die Reaktionen einiger Zuschauer. Andere erklärten, die Bilder machten ihren Kindern Angst.

Zunächst hatte Wrigley's die Ausstrahlung auf die späten Abendstunden verlegt. Doch als die Proteste nicht abflauten, zog die Firma den Clip komplett zurück - und entschuldigte sich beim TV-Publikum. Es sei nicht die Absicht gewesen, die Zuschauer zu verstören.

Der Clip spielt auf den "dog breath" (Hundeatem) an, wie schlechter Atem nach einer durchzechten Nacht auf Englisch genannt wird.

Die bisher meisten Beschwerden gab es 1998 über eine Werbung des Jeansherstellers Levi's: 544 Zuschauer beklagten sich damals über einen Film, in dem ein toter Hamster zu sehen war. In dem Spot starb der kleine Nager in seinem Käfig vor Langeweile, nachdem sein Laufrad zerbrochen war.