Elsass Bis zu 19 Tote nach Gasexplosion
Mulhouse - 15 Opfer wurden tot aus den Trümmern geborgen, für 4 Vermisste bestand am Nachmittag nur noch wenig Hoffnung, teilte die Feuerwehr der elsässischen Stadt mit. 15 Menschen wurden verletzt. Rettungsmannschaften hatten die ganze Nacht über in den Trümmern des Hauses nach vermissten Bewohnern gesucht.
In dem vierstöckigen Gebäude mit zehn Wohnungen lebten etwa 30 Menschen. Nach ersten Erkenntnissen dürfte ausströmendes Gas die heftige Explosion am Sonntagnachmittag ausgelöst haben, die das Gebäude fast völlig zum Einsturz brachte. Vermutet wird ein Leck an einer Gasleitung im Erdgeschoss oder im ersten Stock. Ob ein technischer Defekt oder aber menschliches Versagen verantwortlich ist, muss nach den Angaben erst ermittelt werden. "Wir wissen noch nicht, was passiert ist, und jetzt hat erst einmal die Bergung der Toten Vorrang", sagten Experten der Polizei, die den genauen Ablauf des Unfalls noch klären müssen.
Zeugen berichteten, sie hätten gestern gegen 17 Uhr kurz hintereinander zwei Explosionen gehört. Deren Druckwellen beschädigten die Fenster in zwei benachbarten Häusern des sozialen Wohnungsbaus. Die angrenzenden Gebäude wurden dann vorsorglich evakuiert. Etwa 100 Feuerwehrleute hatten mit ihren Suchhunden die ganze Nacht über in den Trümmern des teilweise eingestürzten Hauses nach den vermissten Bewohnern gegraben.
Die Umgebung des Hauses wurde aus Sicherheitsgründen abgeriegelt. "Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung ist es wenig wahrscheinlich, dass wir noch Überlebende finden, auch wenn man immer noch hoffen will", sagten Feuerwehrleute. Bei den 15 Toten handelt es sich um 11 Männer und 4 Frauen im Alter von 15 bis 65 Jahren. Der französische Präsident Jacques Chirac schickte eine Beileidsbotschaft an die Angehörigen.