Nebelfelder umhüllen nach starken Regenfällen das Lovell-Radioteleskop, etwa eine Autostunde südlich der englischen Stadt Manchester. Der Empfang der beweglichen Parabolantenne mit einem Durchmesser von 76 Metern wird durch das Wetter nicht beeinträchtigt. Die 1957 fertiggestellte und inzwischen modernisierte Schüssel verfolgte bereits den Flug der ersten Sputnik-Trägerrakete und zählt noch immer zu den größten der Welt.
Forscher werten mit dem Radioteleskop rund um die Uhr elektromagnetische Strahlung aus dem Weltall aus. Die Frequenzen lassen Untersuchungen von astronomischen Objekten und weit entfernten Galaxien zu, die von optischen Teleskopen nicht mehr erfasst werden. Und liefern so womöglich auch Hinweise auf außerirdische Zivilisationen.