Empörung in Bayern Der Bub ist weg
München - Alarm geschlagen haben jetzt der "Förderverein Bairische Sprache und Dialekte" und die "Arbeitsgemeinschaft Bayerische Sprachen". Die beiden Vereine wollen den vom Aussterben bedrohten "Buben" retten. Aber was soll man machen, wenn sich selbst das zuständige Ministerium in Bayern uneinsichtig zeigt? Das bayerische Kultusministerium benutze in seinen Pressemitteilungen nur das Wort "Junge", auch in den bayerischen Schulbüchern überwiege inzwischen diese norddeutsche Bezeichnung, beklagte Hans Triebel, Vorsitzender des Fördervereins. "Jeder Sprachatlas zeigt auf: Der Bub mit lateinischen Wurzeln, wie auch der englisch-amerikanische boy, ist die korrekte hochdeutsche Bezeichnung für das männliche Kind als das Gegenstück zur Maid", erläuterte Triebel. "Der Junge wär ja das Gegenstück zum Alten."