Empörung in Bayern: Der Bub ist weg - DER SPIEGEL
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Empörung in Bayern Der Bub ist weg

In Bayern geht ein Gespenst um. Es ist ein Junge, kommt aus Norddeutschland und unterwandert die bayerische Sprache. Es verdrängt den armen bislang im Süden beheimateten Buben. Größter Skandal: Offenbar unterstützt auch Kultusministerin Monika Hohlmeier dessen Diskriminierung.
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München - Alarm geschlagen haben jetzt der "Förderverein Bairische Sprache und Dialekte" und die "Arbeitsgemeinschaft Bayerische Sprachen". Die beiden Vereine wollen den vom Aussterben bedrohten "Buben" retten. Aber was soll man machen, wenn sich selbst das zuständige Ministerium in Bayern uneinsichtig zeigt? Das bayerische Kultusministerium benutze in seinen Pressemitteilungen nur das Wort "Junge", auch in den bayerischen Schulbüchern überwiege inzwischen diese norddeutsche Bezeichnung, beklagte Hans Triebel, Vorsitzender des Fördervereins. "Jeder Sprachatlas zeigt auf: Der Bub mit lateinischen Wurzeln, wie auch der englisch-amerikanische boy, ist die korrekte hochdeutsche Bezeichnung für das männliche Kind als das Gegenstück zur Maid", erläuterte Triebel. "Der Junge wär ja das Gegenstück zum Alten."