Energieversorgung London wieder unter Strom
London - Die Lage in der britischen Hauptstadt hat sich weitgehend normalisiert. Die Züge der Londoner U-Bahn fahren nach Auskunft des Betreibers wieder. Auch im Eisenbahn-Nahverkehr in die britische Hauptstadt dürfte es keine Verzögerungen geben, teilte die Bahngesellschaft Network Rail am Freitagmorgen mit.
Warum es am Donnerstagabend zu dem massiven Stromausfall, von dem im Berufsverkehr bis zu 500.000 Menschen in der Hauptstadt und angrenzenden Regionen überrascht worden waren, gekommen war, ist noch unklar. Londons Bürgermeister Ken Livingstone hat eine Untersuchung des Vorfalls gefordert. Er schloss einen Terroranschlag aus.
Laut Polizei waren etwa 270 Ampeln in Süd-London ausgefallen, alle seien jedoch wieder in Betrieb. Rund 60 Prozent des U-Bahn-Netzes waren von dem Stromausfall betroffen, darunter die meisten Verbindungen in der Innenstadt, wie ein Sprecher der London Underground sagte. Rettungskräfte evakuierten Züge und U-Bahn-Stationen. Nach ersten Informationen wurde niemand verletzt. Auch die Fernbahnhöfe im Süden der britischen Hauptstadt - Victoria, London Bridge und Waterloo - waren betroffen.
Nach Angaben der Versorgungsgesellschaft National Grid wurde der Ausfall nach 34 Minuten behoben. Die Probleme begannen um 18.26 Uhr. Um 19 Uhr sei das Stromnetz in London wieder versorgt worden. Die Ursache für den Fehler werde untersucht, sagte Unternehmenssprecher Sean Regan nach einem Bericht der Nachrichtenagentur PA. "In einem unserer Kreisläufe gab es einen Alarm, und daher mussten wir ihn abschalten", sagte er. Zuvor hatte die Gesellschaft EDF Energy mitgeteilt, offenbar habe es Probleme mit zwei Hochspannungsleitungen gegeben.