Massenunfall in Südengland Mehr als hundert Autos verkeilen sich im Nebel
London - In der südenglischen Grafschaft Kent sind im morgendlichen Nebel mehr als hundert Autos ineinandergefahren. Ums Leben kam bei der Massenkarambolage niemand; laut Polizei wurden aber fast 70 Personen verletzt, acht davon schwer. Die Feuerwehr musste mit hydraulischem Werkzeug sechs Menschen befreien, die in den Wracks eingeklemmt waren.
Der Massencrash ereignete sich gegen 7.15 Uhr auf der New Kingsferry Bridge, die die Insel Sheppey mit dem Festland verbindet. Wegen des dichten Nebels soll die Sichtweite bei nur etwa 20 Metern gelegen haben.
Laut "Sky News" berichten Augenzeugen , einige Autofahrer hätten sich im Nebel auf der A249 verhalten "wie Idioten". Manche hätten nicht einmal ihr Abblendlicht eingeschaltet. Ein beherzter Lastwagenfahrer soll den Angaben zufolge Schlimmeres verhindert haben, indem er seinen Lkw auf der Brückenzufahrt quergestellt habe. Damit sei die Straße abgesperrt gewesen, und kein weiteres Auto konnte in die Unfallstelle fahren.
Ein Augenzeuge berichtete "Sky News", er habe das Quietschen der Reifen und die Zusammenstöße der Autos gehört. "Es war endlos", sagte Martin Stammers, "sicher fünf bis zehn Minuten lang. Wir konnten überhaupt nichts tun." Selbst als die Polizei schon am Unfallort angekommen sei, habe man am Fuß der Brücke weitere Zusammenstöße hören können, "eine Viertel-, eine halbe Meile weit weg. Es war fürchterlich."
Rund 30 Krankenwagen und Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz. Den Helfern bot sich bei ihrer Ankunft ein chaotisches Bild: Autos, Lastwagen und ein mit neuen Wagen beladener Autotransporter standen und lagen querbeet über der Fahrbahn. Entlang der Straße saßen Menschen in der Nähe ihrer beschädigten Autos.