Enschede: Millionen-Entschädigung für die Opfer - DER SPIEGEL
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Enschede Millionen-Entschädigung für die Opfer

Rund 30,8 Millionen Mark sollen die Opfer der Feuerwerkskatastrophe im niederländischen Enschede bekommen. Bei dem Unglück hatte es 21 Tote und mehr als tausend Verletzte gegeben.
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Enschede - Den Geschädigten würden 35 Millionen Gulden zweckgebunden zugeteilt, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung von Enschede. Die Hilfen würden aus dem Nationalen Katastrophenfonds, aber auch aus anderen Hilfsinstrumenten finanziert. Bei der Katastrophe war im die Feuerwerksfirma S.E. Fireworks mit mehr als 100 Tonnen Sprengstoff in die Luft gegangen.

Mit dem Geld soll zunächst Privatleuten, die von dem Unglück betroffen sind, geholfen werden. Weiteres Geld sei nötig, um öffentliche Anlagen und Gebäude sowie in dem Unglücksgebiet gelegene Unternehmen wieder aufzubauen. Der durch die Katastrophe angerichtete Sachschaden wird insgesamt auf eine Milliarde Gulden (880 Millionen Mark) geschätzt. Die Regierung in Den Haag hatte bereits zuvor 270 Millionen Gulden für den Wiederaufbau bewilligt. Den beiden Geschäftsführern des Unglücksunternehmens, Ruud Bakker und Willem Pater, soll noch in diesem Jahr der Prozess gemacht werden. Sie werden verdächtigt, auf dem Gelände ihres Unternehmens zu viele und zu gefährliche Feuerwerkskörper gelagert zu haben.