Entführung in Algerien: Geisel-Auto explodierte bei Bergung - DER SPIEGEL
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Entführung in Algerien Geisel-Auto explodierte bei Bergung

Zwei algerische Soldaten sind bei dem Versuch verletzt worden, ein Auto zu bergen, das den in der Sahara verschleppten Touristen gehören soll. Offenbar hatten die Entführer in den Geländewagen einen Sprengsatz eingebaut.
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Algier/Paris - Der rote Toyota sei unter Kartons, Sand und Felsen versteckt gewesen, berichtete die in Algerien erscheinende Zeitung "al-Watan" am Mittwoch und beruft sich dabei auf Sicherheitskreise. Gefunden wurde der Wagen rund 150 Kilometer nordwestlich der Stadt Illizi. Dass der Wagen mit einem Sprengsatz präpariert war, konnten die Suchtrupps nicht erkennen. Möglicherweise wurden die Soldaten von einem ortskundigen Führer in eine Falle gelockt.

Als sich die Bergungsmannschaft näherte, war das Auto explodiert. Dabei wurden zwei Menschen schwer und mehrere leicht verletzt. Der Toyota sollte zusammen mit den vier Motorrädern der Vermissten, die ebenfalls gefunden wurden, zur Untersuchung in die algerische Hauptstadt Algier gebracht werden.

Bereits vor drei Monaten wurden die ersten Touristen in der algerischen Wüste von islamischen Extremisten verschleppt. Vermutlich haben sie sich in der Bergregion Tamelrik nahe der libyschen Grenze verschanzt. 17 Geiseln konnte das algerische Militär Mitte Mai befreien. Momentan werden noch 15 Personen vermisst, darunter zehn Deutsche, vier Schweizer und ein Niederländer.

"Al-Watan" berichtete von unbemannten Spionageflugzeugen, die die Armee bei der Suche nach den Geiseln einsetzen will. Deutsche Techniker sind inzwischen nach Algerien geflogen, um die Maschinen zu reparieren. Eventuell sollen auch Drohnen aus Deutschland eingesetzt werden, hieß es.