Erdbeben Dalai Lama lobt chinesische Regierung
Neu-Delhi - "Ich bin zutiefst betrübt über den Verlust vieler Leben und über viele mehr, die bei dem katastrophalen Erdbeben in der Provinz Sichuan verletzt wurden", ließ der Dalai Lama in seinem nordindischen Exil in Dharamsala ausrichten.
In der veröffentlichten Mitteilung des geistigen Oberhauptes der Tibeter heißt es weiter: "Ich möchte den betroffenen Familien mein tiefes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid aussprechen."
Mit ausdrücklichem Lob wurde die Reaktion der chinesischen Regierung auf die Katastrophe bedacht: "Wir schätzen die schnelle Erwiderung der chinesischen Behörden, die Rettungsteams aufgestellt haben", sagte Thubten Samphel, der Sprecher des Dalai Lama.
Der Dalai Lama, hieß es weiter, wolle einen Beileidsbrief an Präsident Hu Jintao verfassen.
China hat rund 50.000 Soldaten mobilisiert, die in der am schlimmsten vom Erdbeben betroffenen Provinz Sichuan und den umliegenden Regionen helfen sollen. Ein Team von 1300 Medizinern und Militärangehörigen erreichte am Dienstag die Gegend um das Epizentrum des Bebens im Bezirk Wenchuan.
Die chinesische Regierung hat den Dalai Lama mitverantwortlich für die Unruhen in Tibet Mitte März und die jüngsten chinafeindlichen Proteste gemacht. Das Oberhaupt der Tibeter, das seit seiner Flucht aus seiner chinesisch besetzten Heimat im Jahr 1959 in Dharamsala im Exil lebt, weist das zurück.
Der Dalai Lama kommt am Donnerstag für vier Tage nach Deutschland. Ein Treffen mit Regierungsvertretern ist diesmal nicht vorgesehen.
pad/dpa/AFP