Erdbeben in Mexiko: 30 Sekunden schwankten die Häuser
Mittelamerika Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko-Stadt
Hamburg/Mexiko-Stadt - Das Zentrum des Bebens lag rund 30 Kilometer nordwestlich der Ortschaft Tecpan im Bundesstaat Guerrero, wie die mexikanische Erdbebenwarte am Freitag mitteilte. In Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. Tausende Menschen verließen in Panik ihre Häuser und Büros.
Kurz nach dem Beben kreisten Hubschrauber auf der Suche nach Schäden über dem Zentrum von Mexiko-Stadt. "Das war ein schweres Beben. Zum Glück wurde niemand verletzt", sagte der Leiter des Zivilschutzes der Hauptstadt, Fausto Lugo.
Kurz nach dem Beben kreisten Hubschrauber auf der Suche nach Schäden über dem Zentrum von Mexiko-Stadt. Der Leiter der Nationalen Zivilschutzbehörde, Luis Felipe Puente, warnte vor Nachbeben und forderte die Bevölkerung zur Vorsicht auf.
Schwere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. In Mexiko-Stadt, Acapulco und Chilpancingo stürzten die Dächer und Wände einiger Gebäude ein, wie die örtlichen Behörden mitteilten. In mehreren Vierteln der Hauptstadt sei der Strom ausgefallen, sagte Bürgermeister Miguel Ángel Mancera. Einige Menschen blieben in Aufzügen stecken und mussten von der Feuerwehr geborgen werden.
Im Bundesstaat Michoacán sei nahe der Ortschaft Las Cañas ein Teil der Autobahn weggerutscht, teilte die Provinzregierung mit. Mehrere Autofahrer hätten einen Schock erlitten und würden behandelt.
Für die mexikanische Metropole sind auch entfernte Erdbeben mit großen Risiken verbunden, da die Stadt zum Teil auf schlammigen Rückständen ausgetrockneter Seen errichtet wurde. Bei dem Erdbeben von einer Stärke von 8,1, das Mexiko-Stadt im Jahr 1985 erschütterte, kamen 6000 Menschen ums Leben.
Das jüngste Beben mit einer Stärke von 7,2 war auch in den Bundesstaaten Jalisco, Puebla und Oaxaca zu spüren. In den Badeorten Acapulco und Puerta Vallarta an der Pazifikküste wurden einige Hotels geräumt. Die Osterwoche ist Hauptreisezeit in Mexiko.