Erdbeben in Neuguinea: 26 Tote, Hunderte Verletzte - DER SPIEGEL
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Erdbeben in Neuguinea 26 Tote, Hunderte Verletzte

Der Horror im indonesischen Teil der Pazifikinsel Neuguinea dauerte 30 Sekunden: Hunderte Häuser und Brücken stürzten ein, die Behörden rechnen mit 600 Verletzten. Mindestens 26 Menschen starben in den Trümmern ihrer Häuser.
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Jakarta - Die Erdstöße der Stärke 6,9 auf der Richterskala brachten Hunderte öffentlicher Gebäude, Wohnhäuser und Brücken zum Einsturz. Tausende Einwohner rannten panisch ins Freie, nachdem das Beben sie am frühen Morgen aus dem Schlaf gerissen hatte. Es folgten zahlreiche Nachbeben. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer noch steigen wird.

Das Zentrum des Bebens lag sieben Kilometer östlich der Stadt Nabire in der Provinz Papua. Aus Nabire und den Nachbarstädten Enarotali und Manokwari wurden die größten Schäden gemeldet. Ein Flughafen musste geschlossen werden, einige Straßen sind unbefahrbar.

Auch das Krankenhaus von Nabire wurde beschädigt, so dass zahlreiche Opfer in Zelten versorgt werden mussten. Die Behörden setzten Hubschrauber ein, um sich ein Bild von den Schäden zu machen.

Nach Angaben des Meteorologischen und Geophysischen Instituts berichteten Dorfbewohner von einer gewaltigen Flutwelle in der Cendrawasih-Bucht. Wenn das zutreffe, könnten die Schäden verheerend sein, so ein Sprecher.

Das Inselreich Indonesien wird alljährlich von Hunderten von Erdbeben heimgesucht. Es liegt in einer seismologisch sehr aktiven Zone, dem so genannten "Ring aus Feuer". Nur wenige Beben richten jedoch stärkere Schäden an.