Erdrutsch: Hundert Tote und tausend Vermisste - DER SPIEGEL
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Erdrutsch Hundert Tote und tausend Vermisste

Nach heftigen Regenfällen haben Schlammlawinen in Indonesien Teile von Dörfern weggespült. Dabei kamen mindestens hundert Menschen ums Leben. Das Schicksal von rund tausend Menschen ist ungewiss.
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Jakarta - Das Unwetter ging auf der westindonesischen Insel Nias nieder. Mehr als 320 Häuser seien zerstört oder beschädigt worden, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes in Indonesien. Die Behörden erwartet wegen der Unwegsamkeit der Insel noch steigende Opferzahlen.

Die Region war bereits in der Nacht zum Dienstag von den Fluten und Schlammlawinen heimgesucht worden. Am schwersten sei der Bezirk Lahusa getroffen worden, wo die meisten der Vermissten lebten, sagte ein Polizeisprecher. "Wir wissen nicht, ob sie von den Wassermassen mitgerissen wurden oder sich an sichere Orte geflüchtet haben." Schlechte Straßen sowie durch das Unwetter zerstörte Telefonleitungen und Brücken erschwerten die Rettungsarbeiten, sagte der Sprecher.

Die 600.000 Einwohner zählende Stadt Nias liegt vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Sumatra und gilt als beliebtes Revier für Surfer. Die meisten der mehr als 600 Dörfer auf der Insel lassen sich über Land nur schwer erreichen.