Erdrutsch im Wallis: Drei Menschen vermisst - DER SPIEGEL
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Erdrutsch im Wallis Drei Menschen vermisst

Ein gewaltiger Erdrutsch hat sich in der Region Nendaz im Kanton Wallis aus einer Höhe von 1240 Metern bis ins Rhonetal gewälzt. Drei Menschen werden noch vermisst.
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Nendaz/Schweiz - Als Ursache wird der Bruch einer Wasserdruckleitung aus dem Stausee von Cleuson-Dixence vermutet. Mehrere Menschen wurden evakuiert.

Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei lösten die Wassermassen, die aus der Druckleitung der Elektrizitätswerke EOS ausströmten, mehrere Erdrutsche und Schlammlawinen aus. Zwei Chalets und mehrere landwirtschaftliche Gebäude seien in die Tiefe gerissen worden. Die Kantonsstraße zwischen Aproz und Riddes in der Talsohle sei verschüttet worden. An einer Stelle hätten die Schlammmassen sogar die Rhone überquert.

Die Talsohle liegt fast 1000 Meter tiefer als der Ort, wo die Bruchstelle der Druckleitung vermutet wird. Diese führt vom Stausee Cleuson-Dixence, der auf einer Höhe von 2.186 Metern über Meer gelegen ist, unterirdisch zum gleichnamigen Wasserkraftwerk. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde die Wasserzufuhr in die Druckleitung vom Elektrizitätswerk EOS gestoppt. Die Gefahr weiterer Erdrutsche sei nach Erkenntnissen des Kantonsgeologen gebannt. Über die Ursache des Leitungsbruchs lagen zunächst keine Angaben vor. Zwei Bergführer brachen noch in der Nacht zur Stelle auf, wo die Leitung geborsten war.

Das Unglück ereignete sich fast auf den Tag genau zwei Monate nach dem Niedergang der verheerenden Schlammlawine im Walliser Grenzdorf Gondo. Am 14. Oktober war ein Drittel der Ortschaft auf der Südseite des Simplonpasses zerstört worden. 13 Menschen kamen ums Leben. Drei weitere Menschen wurden damals an anderen Orten im Wallis nach sintflutartigen Regenfällen von Erdrutschen getötet.