Erfindungen Chips unter der Haut
Boca Raton - Auf dem Computerchip, der die Größe eines Reiskorns hat, werden außer persönlichen Daten wie der Telefonnummer beispielsweise auch Informationen über Vorerkrankungen und benötigte Medikamente gespeichert. Die Speicherdaten können dann von Rettungskräften durch einen Scanner abgelesen werden.
"Wir versprechen uns davon mehr Sicherheit", sagte die 46-jährige Leslie Jacobs nach dem Eingriff, der nur wenige Sekunden dauerte. Ihr Mann habe bereits mehrere Operationen hinter sich, ihr eigener Chip weist auf einen Herzfehler hin, und der Chip des Sohnes warnt vor dessen Antibiotika-Allergie. Daher wolle die Familie für etwaige Notfälle besser gerüstet sein.
Der Chip soll für etwa 200 Dollar (rund 219 Euro) verkauft werden. Hersteller Applied Digital Solutions geht von einem riesigen Markt aus, der seinen Schätzungen zufolge in den nächsten Jahren mehr als 15 Milliarden Dollar (16,4 Milliarden Euro) umfassen könnte. Kritiker bezweifeln allerdings, dass der Chip ein nützlicher und effizienter Weg ist, Ärzte mit medizinischen Informationen über ihre Patienten zu versorgen. Bislang verfügt keine Einrichtung über das notwendige Gerät, um an die gespeicherten Daten heranzukommen.
Sohn Derek Jacobs, 14, leidet an Antibiotika-Allergie
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Jacobs: "Für Notfälle gerüstet"
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Chipträger Jeffrey Jacobs, 48: Mehrere Operationen hinter sich
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Mit einem Scanner können die gespeicherten Daten abgelesen werden
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