Erlebnispädagogik Harry soll Daddys Schweinestall ausmisten
London - "Sein Vater dachte, dass ein paar Tage schmutzige Hände vielleicht seinen Verstand schärfen", zitiert das Boulevardblatt "Sun" heute eine Quelle aus dem Umfeld des britischen Königshauses. Die Wiedergutmachungsaktion für das unrühmliche Verhalten des Prinzen soll auf dem Biobauernhof von Charles nahe Highgrove in Gloucestershire stattfinden. Hier soll Harry nicht nur das liebe Vieh versorgen, sondern sich auch anderen bodenständigen Arbeiten widmen - dem Unkraut jäten, zum Beispiel.
Dem Bericht zufolge soll der erzürnte Prinz Charles seinem Sohn außerdem ein Kneipenverbot erteilt haben. "Harry ist klipp und klar gesagt worden, keinen Unfug anzustellen", sagte ein Angehöriger des Sicherheitsdienstes der Zeitung. Seit der Party müsse der Prinz auf Highgrove ordentlich in die Hände spucken. "Ich glaube, sein Vater hat entschieden, dass er zur Abwechslung mal etwas Nützliches tun und sich gleichzeitig von Ärger fern halten könnte", hieß es weiter.
Prinz Charles soll in einer ersten Reaktion auf das peinliche Verhalten seines Sohnes bereits darauf gedrängt haben, dass Harry eine Reise nach Auschwitz unternimmt, um sich dort eingehend über den Holocaust zu informieren. Auch Vertreter jüdischer Vereinigungen hatten Harry aufgefordert, das ehemalige Todeslager im Südwesten Polens aufzusuchen, um öffentlich Reue dafür zu zeigen, dass er mit Hakenkreuz-Armbinde auf einem Kostümfest erschienen war.
Die "Times" berichtete, dass Harrys Berater im Rahmen einer Parlamentsuntersuchung zu den Ausgaben von Prinz Charles im kommenden Monat aufs Korn genommen werden sollen. Dabei gehe es auch um Einstellungskriterien für jene Berater, die es nicht zu verhindern wussten, dass der Prinz als Nazi kostümiert auf einem Fest erschien und er sowie die königliche Familie dafür aus dem In- und Ausland harsch kritisiert wurden. "Woher bekommen sie nur diese Leute, die Harry beraten? Sie sind entweder nachlässig, inkompetent, politisch verdächtig oder alles zusammen", sagte der Abgeordnete Ian Davidson vom Parlamentsausschuss für öffentliche Ausgaben dem Blatt.