Erleichterung: Befreite Geisel auf dem Heimweg - DER SPIEGEL
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Erleichterung Befreite Geisel auf dem Heimweg

Knapp 20 Stunden nach dem Ende der Geiselnahme von Wrestedt kann nun auch die zweite Bankangestellte endgültig aufatmen. Am frühen Nachmittag wurde die 25-jährige Frau vom deutschen Botschafter in Kiew zum Flughafen geleitet.
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Kiew/Uelzen - Am Flughafen in der ukrainischen Hauptstadt wurde die junge Frau von ihrem Verlobten und Polizeibeamten aus Lüneburg in Empfang genommen, hieß es am frühen Donnerstagnachmittag. Zuvor hatte es Zweifel gegeben, ob es für das zweite Opfer der spektakulären Geiselnahme überhaupt möglich sei, noch am Donnerstag nach Deutschland zurückzukehren. Für die Ausreise fehlte das nötige Ausreisevisum. Nun heißt es, die junge Frau werde mit einer Linienmaschine nach Hamburg gebracht, wo sie voraussichtlich am Abend eintreffen soll.

Die 39-jährige Kollegin, der in Polen die Flucht aus dem Auto der Geiselnehmer gelungen war, befindet sich bereits seit der vergangenen Nacht wieder in ihrer Heimatstadt. Mit einem Polizeihubschrauber war sie am späten Abend nach Deutschland geflogen worden.

Rund 21 Stunden hatten die drei Täter versucht, sich nach dem Überfall auf die Bank in der Nähe von Uelzen den Weg freizupressen. In der Ukraine gaben sie dann schließlich auf. Die drei Täter - nach Polizeiangaben 23, 25 und 26 Jahre alt - sollen Aussiedler sein. Zwei von ihnen stammen aus Kasachstan.

Nach neuen Erkenntnissen der Polizei wohnten die Männer in Lüneburg. Zunächst hatte es geheißen, die Täter lebten in Hamburg. Bei der Durchsuchung ihrer Lüneburger Wohnungen sei Beweismaterial sichergestellt worden.

Offenbar hatten die Gangster ursprünglich nicht vor, bei dem Banküberfall Geiseln zu nehmen. Die Geiselnahme sei eine "Fortsetzung von Improvisation" gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. "Wenn die Beamten nicht so früh am Tatort gewesen wären, hätte es mit Sicherheit gar keine Geiselnahme gegeben", sagte der Sprecher. Nach Angaben der ukrainischen Polizei sollen die drei Geiselnehmer noch am Donnerstag nach Deutschland abgeschoben werden.