Ermittlungen Gentests sollen Bin Ladens Tod ausschließen
Washington - Die Proben sollen mit denen von nicht identifizierten Personen verglichen werden, die bei US-Luftangriffen in Afghanistan starben. Die amerikanische Armee hat menschliche Überreste von Opfern der Luftschläge eingesammelt - auch von dem Luftschlag am 4. Februar, bei dem mehrere mutmaßliche al-Qaida-Führer getötet wurden. Es werde zwar für unwahrscheinlich gehalten, dass sich unter den Toten Bin Laden befinde, meldet der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf das Pentagon. Die DNS-Tests sollen aber 100-prozentige Klarheit bringen.
Laut den Berichten gibt es von der weit verzweigten Familie Bin Ladens bislang keine Antwort auf die Bitte der Ermittler. Allerdings sollen sich viele von dem Terrorfürsten abgewandt haben. Die wohlhabende saudi-arabische Bin-Laden-Familie soll Osama enteignet haben. Es habe in der Vergangenheit Hinweise gegeben, dass einige Familienmitglieder mit den US-Behörden kooperieren würden.
Ein Sprecher der Bin-Laden-Familie in New York sagte, er wisse nichts von offiziellen Bitten der US-Regierung um Gewebeproben. Aber er deutete an, dass solche Proben auch über Krankenhäuser oder andere Quellen zugänglich seien. Bin Laden habe rund 50 Geschwister, deren DNS benutzt werden könne.
In den vergangenen Monaten hat der amerikanische Geheimdienst immer wieder Signale erhalten, denen zufolge sich Bin Laden seit der Zerstörung der Höhlenfestung Tora Bora irgendwo in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion aufhalten soll.