Ernst August Seine Faust "schützt hilflose Völker"
London - Als unschuldiges Opfer einer Medienkampagne stellt sich der Prinz in einer ganzseitigen Anzeige in der Londoner "Times" am Mittwoch dar. Viele Berichte über die nach seinen Worten "unbedeutende Konfrontation" mit seinem Landsmann seien schlecht recherchiert, "einseitig und inkorrekt", kritisiert er in der britischen Zeitung.
"Doch wenn es darum geht, hilflose Völker zu verteidigen, ist es für den Prinzen von Hannover von untergeordneter Bedeutung, ob sein Image von den Medien verzerrt wird", heißt es in der Anzeige. "Der Prinz von Hannover schützt nicht seine eigenen Interessen. Er versucht nur, eine sehr intakte Moslemgemeinschaft mit sehr starken Prinzipien in dem Dorf Shela in Kenia zu beschützen, die ihm sehr viel bedeutet und die sich leider nicht selbst schützen kann."
Der 45 Jahre alte Ehemann von Prinzessin Caroline von Monaco hatte zugegeben, Brunlehner zweimal ins Gesicht geschlagen zu haben. Dabei habe er ihn aber nicht verletzt. Nach Angaben des Prinzen stört Brunlehners Discothek die Einwohner von Shela mit lauter Musik.
Der Prinz hatte zuvor schon ähnliche Anzeigen in Frankreich, Kenia und Deutschland veröffentlicht. Eine ganzseitige Schwarzweiß-Anzeige in der "Times" kostet 90.000 Mark. Wegen des Vorfalls vor eineinhalb Wochen auf der Insel Lamu im Indischen Ozean ermittelt die Staatsanwaltschaft in Hannover wegen Körperverletzung gegen Ernst August.