Ewig schön - DER SPIEGEL
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Ewig schön

• aus DER SPIEGEL 37/1998
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Großer Busen, schmale Taille, geschwungene Hüften und lange Beine - den Körper von Brigitte Bardot fand der Zeichner Reinhard Beuthin einfach perfekt. Deshalb ähnelte seine Cartoon-Figur Lilli so sehr dem französischen Filmstar. Im Juni 1952 erschienen in der »Bild«-Zeitung erstmals Lillis Abenteuer, die hauptsächlich darin bestanden, ihre zahlreichen Verehrer hinzuhalten. Sie war damit so erfolgreich, daß ihr ein Kunststoff-Modell nachgebildet wurde, das fortan an vielen deutschen Autorückspiegeln baumelte. Eine Amerikanerin auf der Durchreise erzählte ihrem Mann von der Plastikschönheit: Der war einer der Gründer der damals noch jungen Spielzeugfirma Mattel. Er gab 1959 ein Lilli-Imitat in Serie und nannte es Barbie, nach seiner Tochter Barbara. Der Bildband »Barbie. Tausend Gesichter einer Kultfigur«, der nun kurz vor Barbies 40. Geburtstag erschienen ist, dokumentiert die Geschichte der Puppe, die zu einem der beliebtesten Spielzeuge der Welt und auch zu einem Maßstab für die Idealfigur wurde: Marilyn Monroe, Farrah Fawcett und natürlich Pamela Anderson - sie alle wurden mit der mondänen Plastikdame verglichen. Barbies Vorteil: Sie wird ihre Traummaße immer behalten.

Marco Tosa: »Barbie. Tausend Gesichter einer Kultfigur«. Ars Edition, München; 152 Seiten; 49,80 Mark.

Marco Tosa: »Barbie. Tausend Gesichter einerKultfigur«. Ars Edition, München; 152 Seiten; 49,80 Mark.

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