Ex-Soldatin Jessica Lynch will Kindergärtnerin werden
Morgantown - Die frühere Angestellte bei der Nachschubabteilung der US-Streitkräfte erklärte, sie werde im kommenden Herbst Online-Kurse in Pädagogik an der Universität von West Virginia belegen. Der frühere Gouverneur Bob Wise hat Lynch versprochen, dass dieser US-Staat ihr jedes beliebige Studium finanzieren werde. Zurzeit reist die 21-Jährige immer noch durch die Vereinigten Staaten und berichtet in Vorträgen über ihre Erfahrungen im Irak. Sie hat zudem eine Stiftung gegründet, die Kinder und Waisen von US-Soldaten unterstützt.
Lynch geriet kurz nach Beginn des Krieges 2003 in Gefangenschaft, nachdem ihr mit Instandsetzungsarbeiten beauftragter Konvoi in der im Süden des Iraks gelegenen Stadt Nassirija angegriffen worden war. Damals wurden elf US-Soldaten getötet und neben Lynch fünf weitere gefangen genommen. Die Soldatin erlitt bei dem Überfall mehrere Knochenbrüche und Nervenschäden. Nach acht Tagen wurde sie von US-Truppen aus der Gefangenschaft befreit. Zusammen mit einem Journalisten schrieb Lynch später ein Buch über ihre Erlebnisse im Irak. Inzwischen wurde sie auf eigenen Wunsch ehrenhaft aus der Armee entlassen.