Expedition: Überreste von Messners Bruder gefunden - DER SPIEGEL
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Expedition Überreste von Messners Bruder gefunden

Ein bei einer Expedition gefundenes Wadenbein könnte einem Zeitungsbericht zufolge Bergsteiger Reinhold Messner von dem stets wiederkehrenden Vorwurf entlasten, er habe vor 33 Jahren im Himalaya seinen Bruder Günther im Stich gelassen.
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Hamburg - Den Fund habe man bereits vor drei Jahren gemacht, erst jetzt hätten Gen-Spezialisten aber nachgewiesen, dass es sich tatsächlich um die sterblichen Überreste von Günther Messner handele, schreibt die "Bild"-Zeitung.

Der damals 23-Jährige hatte 1970 zusammen mit seinem 25-jährigen Bruder Reinhold an einer Expedition auf dem Nanga Parbat teilgenommen. Beim Abstieg kam er ums Leben, nach Reinhold Messners Angaben wurde sein Bruder von einer Eislawine erfasst. Andere Teilnehmer der Expedition hatten Reinhold Messner dagegen vorgeworfen, er habe seinen höhenkranken Bruder im Stich gelassen und eine andere - prestigeträchtigere - Strecke für den Abstieg gewählt.

Der Fund des Wadenbeins könne Reinhold Messners Darstellung belegen, schrieb die "Bild"-Zeitung. Der Fundort des Knochens liege in einem pakistanischen Gletscher auf 4300 Meter Höhe, wenige hundert Meter unterhalb der Stelle, wo Günther Messner nach Angaben seines Bruders damals zu Tode gekommen sei. Das Blatt zitierte Reinhold Messner mit den Worten, er sei sicher, dass die Rufmordkampagne gegen ihn nun endgültig zusammenbreche.