Expertengruppe Concorde soll wieder fliegen
Paris - Nach einem erneuten Gespräch über Sicherheitsauflagen für die unter Flugverbot stehende Concorde bekräftigten die Experten am Donnerstag in Paris ihr Ziel, "eine Lösung für die Wiederaufnahme der Flüge zu finden". Das teilte Frankreichs Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) mit.
Die am 17. August in London eingerichtete Arbeitsgruppe hält es deshalb für notwendig, "so schnell wie möglich alle verfügbaren Teile des Überschallflugzeuges zu untersuchen". Die Analysen seien wichtig, "damit die Concorde-Konstrukteure geeignete Veränderungen vorschlagen können, die die Flugtauglichkeit des Flugzeuges wieder herstellen."
Die Gruppe studierte den vorläufigen Untersuchungsbericht zu dem Absturz und sprach auch mit den Concorde-Konstrukteuren. "Obwohl die Konstrukteure nur ein begrenztes Wissen von den Fakten und dem Ablauf (des Unfalls) haben, konzentrieren sie sich auf den geplatzten Reifen sowie auf den Treibstoff, der nach Tank-Beschädigung entwichen ist, und auf den Ursprung des Feuers", heißt es in der Mitteilung. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte ein Metallstück auf der Piste einen Reifen zum Platzen gebracht und damit eine Kettenreaktion ausgelöst.
Die Experten wollen sich Anfang Oktober wieder in London treffen. Von ihren Auflagen hängt ab, ob und wann die zwölf britischen und französischen Überschallflugzeuge nach dem Absturz einer Concorde am 25. Juli bei Paris mit 113 Toten wieder starten können. Die Experten wollen vom Konstrukteur Vorschläge hörten, wie eine Kettenreaktion ausgeschlossen werden kann. Frankreichs Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot ist davon überzeugt, dass die Concorde wieder starten wird.