Explosion in Bremen Erste Tote geborgen
Bremen - Mindestens 21 weitere Menschen wurden verletzt. Unklar blieb zudem das Schicksal des Hausmeisters, der am Abend noch unter den Trümmern vermutet wurde. In einem Wettlauf gegen die Zeit hatten rund 150 Feuerwehrleute um das Leben der mindestens drei Eingeschlossenen gekämpft, die sich über ein Handy gemeldet hatten.
Am Abend wurde ein 56-jähriger Mann und eine etwa 70 Jahre alte Frau aus den Trümmern lebend geborgen und in ein Krankenhaus gebracht. Wenig später entdeckten die Rettungskräfte die Leiche der zweiten Frau. Die drei Verschütteten hatten sich per Handy bei den Einsatzkräften gemeldet.
Die Rettungskräfte suchten auch am Abend fieberhaft weiter nach den Verschütteten. Auch zwei Hundestaffeln waren beteiligt. Mehrere hundert Mitarbeiter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bereitschaftspolizei und Bundeswehr halfen bei den Arbeiten. Privatfirmen waren mit schweren Räumgeräten im Einsatz. Die Männer "müssen diese Unmengen von Schutt wegräumen", sagte Feuerwehrsprecher Ernst Hesse.
Das viergeschossige Haus, in dem auch die Heilsarmee untergebracht ist, war bei der Explosion in sich zusammen gestürzt. Auch Nachbarhäuser wurden zum Teil schwer beschädigt.
Die Feuerwehr bestätigte, das ausströmendes Gas für die Explosion verantwortlich war. Hinweise auf die Ursache gab es zunächst nicht. Spekulationen reichen von einem Anschlag bis zu unsachgemäßen Bauarbeiten in der Straße. Eine Anwohnerin sagte fassungslos: "Das sieht ja grauenhaft aus." Die Polizei hatte die Unglücksstelle weiträumig abgesperrt, weil weitere Gasausbrüche befürchtet wurden.