Explosion: Mehr als 60 Tote in Höhlenwohnungen - DER SPIEGEL
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Explosion Mehr als 60 Tote in Höhlenwohnungen

Bei der Explosion von illegal gelagertem Sprengstoff sind vermutlich mindestens 60 Menschen im Nordwesten Chinas getötet worden. Das Unglück ereignete sich, als die Menschen schliefen.
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Peking - Nach Angaben örtlicher Polizeibehörden vom Dienstag könnten bei der Explosion sogar bis zu 100 Menschen ums Leben gekommen sein, 60 Tote seien bereits geborgen worden. Eine Augenzeugin berichtete, sie habe am Ort der Explosion in Mafang in der Provinz Shaanxi 80 bis 90 Leichen gesehen. Staatliche Medien sprachen zunächst von 47 Toten und 89 Verletzten. Die Bewohner der ortstypischen Höhlenwohnungen wurden von der Detonation am Montag im Schlaf überrascht.

Die Polizei sucht indessen nach einem Mann, der bis zu 40 Tonnen Sprengstoff im Haus seines Bruders in Mafang gelagert haben soll, nachdem die Behörden sein illegales Waffengeschäft geschlossen hatten. Das Haus soll nach Medienberichten zerstört, der Bruder und dessen Familie sollen bei der Explosion ebenfalls ums Leben gekommen sein.

Bei der Explosion von illegal gelagertem Sprengstoff oder illegal produzierten Feuerwerkskörpern werden in China immer wieder Menschen getötet. Im März dieses Jahres kamen bei Sprengstoffexplosionen in vier Wohnhäusern in der Stadt Shijiazhuang 108 Menschen ums Leben. In einer Schule in Ostchina wurden ebenfalls im März mehr als 60 Kinder bei der Explosion von Feuerwerkskörpern in den Tod gerissen.