Explosion Viele Tote bei Grubenunglück in China
Peking - Rettungstrupps konnten noch 23 Bergleute lebend retten, wie die Nachrichtenagentur Chinas News Service heute berichtete. Zum Zeitpunkt der Kohlenstaubexplosion gestern Abend arbeiteten 220 Bergleute in dem Bergwerk in Qitaihe mehr als 300 Kilometer östlich von Harbin. 42 Bergleute hatten sich nach der Explosion selbst retten können.
Die Explosion habe das Ventilationssystem lahm gelegt. Die Belüftung habe inzwischen aber wieder aufgenommen werden können. Die Grubenexplosion in der nordostchinesischen Region nahe der russischen Grenze, die nach einem Chemieunfall vor zwei Wochen bereits von der Umweltkatastrophe auf dem Fluss Songhua heimgesucht wird, setzt eine Serie von Grubenunglücken in China fort.
Der chinesische Bergbau leidet unter Sicherheitsmängeln, rückständiger Ausrüstung, mangelnder Aufsicht und Überlastung wegen des Energiemangels im Land. Im vergangenen Jahr sind allein in Kohlegruben nach offiziellen Angaben 6027 Kumpel ums Leben gekommen, doch werden auch nicht alle Unglücke den Behörden gemeldet.