Explosionsursache geklärt Bagger beschädigte Gasleitung
Bremen - Nach Angaben der Einsatzkräfte hat sich der Druck in der Leitung so erhöht, dass das Gas im Keller ausströmte. Dort sei dann wahrscheinlich durch einen Funken die Detonation ausgelöst worden. Drei Tage nach dem Unglück fanden die Helfer am Donnerstag den noch vermissten neunzigjährigen Mann. Damit kamen insgesamt elf Menschen beim Einsturz des Hauses ums Leben.
Die Möglichkeit, dass sich zum Zeitpunkt der Explosion noch weitere Personen in dem Haus aufgehalten haben, wird als gering eingeschätzt. Dennoch will die Feuerwehr die jetzt beginnenden Aufräumarbeiten einer Abbruchfirma begleiten.
Die Angaben über die Unglücksursache entsprechen weitgehend den Vermutungen der vergangenen Tage. Allerdings haben Staatsanwaltschaft und Polizei die Angaben noch nicht offiziell bestätigt. Sie wollen am Montag über die Ursache der Explosion informieren. Die sichergestellte Gasleitung war der Staatsanwaltschaft für kriminaltechnische Untersuchungen übergeben worden.
Mit dem Abriss von restlichen Mauerstücken verloren die Bewohner, deren Wohnungen bei der Explosion nur zum Teil zerstört worden waren, ihr letztes Hab und Gut. Das Mobiliar sowie der gesamte Hausrat fielen beim Abbruch mit in die Tiefe. Auf Grund der Einsturzgefahr sei ein Betreten der Wohnungen nicht mehr möglich gewesen, hieß es. Einige Bewohner eines Nachbarhauses haben mit Säcken das Nötigste aus ihren Wohnungen geholt. Das Haus müsse wahrscheinlich abgerissen werden.
Die gewaltige Explosion hat nach Polizeiangaben einen Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe angerichtet. Im Umkreis von rund 300 Metern seien Gebäude und Fahrzeuge beschädigt worden.