Expo Doch noch eine Chance für den US-Pavillon?
Hannover - Nach Angaben der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" sollen die Kosten dafür mit zehn Millionen Dollar (rund 20 Millionen Mark) etwa ein Viertel der ursprünglich geplanten Summe betragen. Die USA wollten Anfangs den größten Pavillon auf der in 86 Tagen beginnenden Weltausstellung präsentieren. Dann war Washington von einer eigenen Präsentation abgerückt.
Das jetzt geplante Gebäude soll dem Zeitungsbericht zufolge 600 Quadratmeter groß sein und einen virtuellen Spaziergang durch eine typische amerikanische "Main Street" ermöglichen. Inhaltlich sei eine Darstellung von der amerikanischen Revolution im 18. Jahrhundert bis zur Kommunikationsrevolution geplant. Dabei wollten sich möglicherweise die Konzerne Yahoo und AOL als Partner beteiligen. Der US-Pavillon werde aus fünf Würfeln bestehen und zwischen jenen aus Rumänien und den Vereinigten Arabischen Emiraten platziert.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und seine Ehefrau Doris wollen am kommenden Samstag der Expo-Baustelle in Hannover einen Besuch abstatten. Es ist der erste gemeinsame Besuch des Paares auf Europas größter Baustelle. Der Kanzler will sich vom Expo-Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Werner über den Stand der Vorbereitungen informieren lassen. Unter anderem will das Paar einen Blick von der mehr als 50 Meter hohen Aussichtsplattform der "Postbox" riskieren und den ungarischen Pavillon anschauen. Beim Japanischen Pavillon aus Pappröhren wird ein Fass mit dem japanischen Nationalgetränk Sake angestochen.
Schröder wird zusammen mit Bundespräsident Johannes Rau am 1. Juni die erste Weltausstellung in Deutschland eröffnen. Insgesamt werden 40 Millionen Besucher an den 153 Ausstellungstagen auf dem knapp 170 Hektar großen Gelände erwartet. Mehr als 190 Staaten und internationale Organisationen wollen sich präsentieren.