Expo-Krise: Gottschalk ahnte etwas - DER SPIEGEL
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Expo-Krise Gottschalk ahnte etwas

Interne Papiere der Expo-Geschäftsführung offenbaren, wie halbherzig und dilettantisch die Generalkommissarin der Weltausstellung, Birgit Breuel, und ihre Manager bei den Vorbereitungen der Expo und ihrer Vermarktung agierten.
Von Hans-Jörg Vehlewald
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei dem Versuch, prominente Expo-Botschafter wie Günther Jauch oder Thomas Gottschalk ins Boot zu holen, scheiterte die Breuel-Truppe immer wieder am eigenen Chaos. So erhielt Gottschalk bereits im Frühjahr 1998 das Angebot, als Botschafter der Weltausstellung aufzutreten, um dem Milliardenprojekt Weltrang zu verleihen.

In einem Briefwechsel aus dem April 1999 mit dem ehemaligen Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher beschwerte sich der in den USA wohnende Gottschalk jedoch, dass er von Breuel seit dieser Anfrage "nie mehr was gehört" habe. Er habe sich daher gegen die Expo entschieden - trotz der Aussicht, so der TV-Star, als Botschafter "ab und zu eine kubanische Zigarre nach Malibu schmuggeln zu können".

Gottschalk moderierte schließlich lediglich die Eröffnungsshow der Weltausstellung am 1. Juni 2000. Schon dafür, so ahnte Gottschalk im April letzten Jahres voraus, "werde ich die Mütze voll kriegen", weil von der Expo "alle eine Größe erwarten, die nicht hinzukriegen ist".