Extreme Sommerhitze Waldbrände in Griechenland
Athen - Die griechische Hauptstadt erlebt einen der größten Waldbrände seit mehr als 25 Jahren. Das Feuer wurde vom heftigen Wind immer wieder angefacht und erreichte den dichten Wald auf dem Parnitha, dem mit 1413 Metern höchsten Berg Athens.
Dicke rotgelbe Rauchwolken verdunkelten den Himmel. Auf weite Teile der Stadt rieselte Asche nieder. Ein Kasino-Hotel und eine Radarstation des griechischen Militärs mussten evakuiert werden. "Zahlreiche Brände sind noch nicht unter Kontrolle. Wir werden die ganze Nacht weiter kämpfen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr im Fernsehen zur Lage im gesamten Land.
Griechenland hatte am Vortag Hilfe von seien Nachbarstaaten angefordert. An den Löscharbeiten beteiligten sich bereits zwei Löschflugzeuge aus Italien. Auch Frankreich, Spanien und Portugal schickten Maschinen, die am Freitag eingesetzt werden sollen.
Die beiden Toten waren in der Nähe der mittelgriechischen Stadt Larisa gefunden worden. Wie die Feuerwehr berichtete, waren sie auf einer Landstraße von einer Feuerfront überrascht worden und hatten nicht mehr fliehen können. Waldbrände tobten auch auf der Halbinsel Peloponnes.
Die Feuer waren nach der extremen Hitze der vergangenen Tage mit Temperaturen um 45 Grad Celsius ausgebrochen. In vielen Fällen vermuteten die Behörden aber auch Brandstiftung als Ursache.
Unterdessen sanken die Temperaturen am Donnerstag in fast allen Regionen. In Athen zeigten die Thermometer am Donnerstagnachmittag 38 Grad, eine für die Jahreszeit normale Temperatur
van/dpa