Fabrikexplosion: 73 Leichen geborgen, Suche eingestellt - DER SPIEGEL
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Fabrikexplosion 73 Leichen geborgen, Suche eingestellt

Acht Tage nach der Explosion in einer Textilfabrik in Bangladesch haben die Einsatzkräfte ihre Suche nach weiteren Leichen eingestellt. 73 Tote und 90 Überlebende wurden aus den Trümmern des neunstöckigen Gebäudes in Savar geborgen. Noch immer gelten zahlreiche Menschen als vermisst.
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Savar/Bangladesch - Ein Heizkessel war in dem Fabrikgebäude in Savar, etwa 30 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Dhaka, am 10. April explodiert, das Gebäude daraufhin in sich zusammengestürzt. "Wir sind sicher, dass keine Leichen mehr in den Trümmern liegen", sagte Rettungskoordinator Nizam Ahmed. Sechs Opfer seien allerdings noch nicht identifiziert worden. Die Angehörigen wurden aufgefordert, sich an die Polizei zu wenden.

Die Fabrik wurde vor drei Jahren auf einem Sumpfgelände errichtet. Die Behörden vermuten, dass Baumängel zu dem Einsturz führten. Zunächst befürchtete die Polizei, bei der Explosion hätten sich 300 Arbeiter in der Fabrik aufgehalten. Nach und nach wurden die Zahlen nach unten korrigiert. Der Fabrikeigentümer konnte keine Liste mit den Namen seiner Angestellten vorlegen.

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Bangladesch: Mindestens 26 Tote nach Fabrikeinsturz

Foto: AFP

In Bangladesch gibt es rund 2500 Textilfabriken, in denen rund 1,8 Millionen Menschen beschäftigt sind, 90 Prozent von ihnen Frauen. Die Textilindustrie macht mit Exporten im Umfang von etwa vier Milliarden Dollar zwei Drittel der gesamten Ausfuhren Bangladeschs aus.