Fabrikexplosion 73 Leichen geborgen, Suche eingestellt
Savar/Bangladesch - Ein Heizkessel war in dem Fabrikgebäude in Savar, etwa 30 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Dhaka, am 10. April explodiert, das Gebäude daraufhin in sich zusammengestürzt. "Wir sind sicher, dass keine Leichen mehr in den Trümmern liegen", sagte Rettungskoordinator Nizam Ahmed. Sechs Opfer seien allerdings noch nicht identifiziert worden. Die Angehörigen wurden aufgefordert, sich an die Polizei zu wenden.
Die Fabrik wurde vor drei Jahren auf einem Sumpfgelände errichtet. Die Behörden vermuten, dass Baumängel zu dem Einsturz führten. Zunächst befürchtete die Polizei, bei der Explosion hätten sich 300 Arbeiter in der Fabrik aufgehalten. Nach und nach wurden die Zahlen nach unten korrigiert. Der Fabrikeigentümer konnte keine Liste mit den Namen seiner Angestellten vorlegen.
Bangladesch: Mindestens 26 Tote nach Fabrikeinsturz
In Bangladesch gibt es rund 2500 Textilfabriken, in denen rund 1,8 Millionen Menschen beschäftigt sind, 90 Prozent von ihnen Frauen. Die Textilindustrie macht mit Exporten im Umfang von etwa vier Milliarden Dollar zwei Drittel der gesamten Ausfuhren Bangladeschs aus.