Fährunglück Kampfpanzer stürzt in die Elbe - Soldat vermisst
Stendal - Die Elbe wurde nach dem Unfall, der sich bereits gestern Abend gegen 21 Uhr während einer Übung ereignete, für die Schifffahrt gesperrt. Bei dem Vermissten handelt es sich um einen 23-jährigen Soldaten, einen Obergefreiten im Grundwehrdienst. Nach ihm wird weiter mit Hochsdruck gesucht, bis zum Nachmittag fehlte von ihm aber jede Spur. Ob er sich noch in dem Panzer befindet, ist unklar.
Nach stundenlanger Suche mit Hilfe von Tauchern, eines Hubschraubers und Wärmebildkameras war es den Einsatzkräften immerhin gelungen, den Panzer im Wasser zu orten. Experten mit schwerem Gerät wollen ihn im Verlauf des Tages bergen. An der Stelle sei die Elbe zwischen 2,50 und 4 Metern tief, sagte ein Bundeswehrsprecher.
Der Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 gehört zum Panzerbataillon 203 in Augustdorf (Nordrhein-Westfalen). Die Einheit hält sich derzeit zu Übungszwecken in Sachsen-Anhalt auf. Warum sich der Panzer während der Fährfahrt in Bewegung setzte und in den Fluss stürzte, war zunächst nicht bekannt. Bei der Fähre handelte es sich laut Bundeswehr um ein militärisches Spezialfahrzeug.
ffr/dpa/AFP