Fährunglück Vermutlich keine Deutschen an Bord
Berlin - Ersten Angaben zufolge befanden sich 1272 Menschen an Bord des Schiffes. Es handelt sich vor allem um Ägypter (1158), aber auch Saudis (99), Syrer (6), Palästinenser (4) und jeweils eine Person aus Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman, Jemen und Sudan.
Dass keine Deutschen an Bord der Fähre waren, bestätigt eine Sprecherin des Reisekonzerns Neckermann. "Nach jetzigen Erkenntnissen waren weder deutsche Urlauber von unseren noch von anderen deutschen Anbietern an Bord des Schiffes", sagte sie.
Das Auswärtige Amt in Berlin hatte zuvor gemeldet, noch keine Erkenntnisse darüber zu haben, ob Deutsche von dem Fährunglück im Roten Meer betroffen sein könnten. Die deutsche Botschaft in Kairo und die Außenstelle in Dschiddah stünden in Kontakt mit den ägyptischen und saudi-arabischen Behörden, um zweifelsfrei zu klären, ob deutsche Staatsgehörige an Bord der Fähre gewesen seien, sagte ein Sprecher heute auf Anfrage von dpa.
Das ägyptische Fähre "Salam 98" war in der Nacht auf dem Weg von Saudi-Arabien durch das Rote Meer nach Safaga mit mehr als 1300 Passagieren an Bord gesunken. Zur Zahl der Todesopfer gab es zunächst keine konkreten Angaben.
ala/ddp/dpa/rtr