Fahnder Mafia handelt mit Herzen, Nieren, Lebern
Rom - "Der Einfallsreichtum der Kriminalität kennt keine Grenzen", heißt es in einem Polizeibericht. Der oberste Mafia-Jäger Pier Luigi Vigna wird in der italienischen Presse zitiert, der Umschlagplatz im Organhandel liege häufig in Osteuropa. Dies habe auch ein Minister aus Moldawien unlängst bei einem Besuch in Italien erklärt.
Den Berichten zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegenwärtig im Falle eines Mannes aus Süditalien, der von Kredithaien gezwungen worden sei, eine seiner beiden Nieren zu verkaufen. Eine Russin habe unlängst ebenfalls eigene Organe zum Verkauf angeboten. In Rom sei eine Frau zu vier Jahren Haft verurteilt worden, weil sie zwischen Kranken in Italien und "verkaufswilligen" Indern den Kontakt zum Organhandel hergestellt habe.